Sommer 2013 (1)

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847) Sinfonie Nr. 10 h-moll für Streicher
Franz Schubert (1797 – 1828) Rondo A-Dur D 438 für Violine und Streicher
Jules Massenet (1842 – 1912) Meditation aus Thaïs für Violine und Streicher
Antonin Dvorák (1841 – 1804) Streicherserenade E-Dur op.22

 

Solistin: Xiangzi Cao, Violine
Leitung: Helmut Haag

Konzerttermine:
Sonntag, 23. Juni 2013, 17.00 Uhr, Evangelische Christuskirche Homburg-Schwarzenacker
Sonntag, 15. September 2013, 19.00 Uhr, Martin-Luther-Kirche St. Ingbert


Presse


Publikum feiert Xiangzi Cao
Das virtuose Zusammenspiel zwischen dem Orchester unter Helmut Haag und der Solistin Xiangzi Cao beeindruckte die Zuhörer. Tonale Kontrolle, Harmonie und Dynamik des Spiels überzeugten auf hohem Niveau.
St Ingbert. Nicht zum ersten Mal war das Collegium Instrumentale Saarbrücken in der Martin-Luther-Kirche im Rahmen der Konzerte des Freundes- und Förderkreises zu Gast. Der enorme Publikumszuspruch verwunderte deshalb nicht. Schätzt man doch offensichtlich die hohe Qualität dieses Orchesters. Das attraktive Programm tat ein Übriges. Zuerst erklang die Streichersinfonie Nr. 10 des 14-Jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie beginnt mit einer ruhigen, etwas elegischen Einleitung über sanften Akkorden und entwickelt im folgenden Allegro-Teil sofort eine spielerische Lebendigkeit, aus der dann bald ein eingängiges, sangliches Thema hervortritt.
Der Dirigent, Helmut Haag, folgte mit dem Orchester sensibel den Ausdrucksnuancen der Komposition mit viel Gespür für Spannungsbögen und kontrastreiche Dynamik. Franz Schuberts Rondo A-Dur für Violine und Streichorchester, diese einzige Komposition Schuberts für Geige und Orchester, wurde durch die Solistin Xiangzi Cao zu einem eindrucksvollen Erlebnis.
Von Massenet bis Dvorák
Im Wechselspiel und in schöner Harmonie mit dem aufmerksamen Orchester gestaltete sie zunächst mit einem flexiblen klaren Ton die langsame Einleitung, um dann im folgenden lebhaft-tänzerischen Rondo in ganz selbstverständlicher Weise virtuose Brillanz und energischen Schwung zu entfalten. Mit kleinen überraschenden Kadenzen und Überleitungen zwischen den Rondo-Teilen gelang es ihr immer wieder, Spannung und Neugier für die Fortführung aufzubauen – eine Darbietung auf höchstem Niveau.
In der sich anschließenden berühmten Meditation aus der Oper Thas von Jules Massenet entwickelte Xiangzi Cao durch eindringlich-kantable und sanfte Tongestaltung im Zusammenwirken mit der einfühlsamen Orchesterbegleitung ein wirkliches, tiefgehendes „religioso“. Nach einem langen im Nichts verklingenden Schlusston schien für einen Moment die Zeit stillzustehen. Am Ende des Programms stand die Streicherserenade E-Dur von Antonin Dvorák. Hier kamen die Qualitäten des Collegium Instrumentale Saarbrücken noch einmal voll zur Geltung. Helmut Haag ließ die spürbare Spielfreude des Orchesters wirken, arbeitete die folkloristischen Melodien und Rhythmen heraus, gestaltet im Larghetto eine feierliche Atmosphäre und verabschiedete die Zuhörer mit einem stürmischen Finale.
Mit langanhaltendem Applaus dankte das Publikum Solistin, Dirigent und Orchester und für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.
Saarbrücker Zeitung, 24.09.2013

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